Finanz-ABC
A
Abbuchungsauftrag
Das ist ein Auftrag des Kontoinhabers an die Bank, auf ein anderes Konto einen Betrag gutzuschreiben. Dieses Verfahren wird für regelmäßig wiederkehrende Zahlungen mit unterschiedlichem Betrag (z. B. Telefon, Strom, etc.) verwendet. Ist das Konto überzogen, ist das Geldinstitut nicht verpflichtet, den Auftrag durchzuführen. Es werden dann beträchtliche Spesen verrechnet.
Aktien
Das ist ein Auftrag des Kontoinhabers an die Bank, auf ein anderes Konto einen Betrag gutzuschreiben. Dieses Verfahren wird für regelmäßig wiederkehrende Zahlungen mit unterschiedlichem Betrag (z. B. Telefon, Strom, etc.) verwendet. Ist das Konto überzogen, ist das Geldinstitut nicht verpflichtet, den Auftrag durchzuführen. Es werden dann beträchtliche Spesen verrechnet.
Allgemeine Geschäftsbedingungen (abgekürzt: AGB)
Darunter versteht man die Bedingungen eines Vertrages, die eine Vertragspartei bei Abschluss eines Vertrages mitunterschreiben lässt. Oft wird dies auch „Kleingedrucktes“ genannt. Vor Abschluss eines Vertrages ist es wichtig, diese Geschäftsbedingungen zu verlangen und durchzulesen. Dieses „Kleingedruckte“ kann unter Umständen schwerwiegende Folgen haben, denn auf allfällige Kostenfallen wird hier hingewiesen.
Angebot
Das Angebot ist im kaufmännischen Bereich ein Teil eines Kaufvorganges. Mit dem Angebot legt ein Anbieter die Bedingungen fest, unter denen er Waren liefert oder Dienstleistungen erbringt. Es kann mündlich oder telefonisch erfolgen, verbreitet ist allerdings die Schriftform. Bevor man etwas kauft ist es sinnvoll, mehrere Angebote zu vergleichen. In der Praxis enthält ein Angebot: genaue Bezeichnung der Ware und ihrer Qualität sowie Quantität, Menge und Preis der Ware inklusive Rabatte, Kosten der Fracht und Verpackung, Erfüllungsort, Gerichtsstand und Eigentumsvorbehalt, Lieferzeit, Zahlungsbedingungen, Regelungen für Liefer-, Annahme- und Zahlungsstörungen und mangelhafte Lieferung.
Annuität
Die Annuität ist der jährliche Betrag, der für Rückzahlung, Verzinsung und Bearbeitungsgebühren von Krediten vom Kreditnehmer zu bezahlen ist.
Armut
Arm ist nicht nur, wer in Pappschachteln am Bahnhof übernachten muss, sondern wer am Alltagsleben nicht teilnehmen kann. Man spricht von Armut und sozialer Ausgrenzung, wenn neben einem geringen Einkommen schwierigste Lebensbedingungen auftreten:
Die Betroffenen können sich abgetragene Kleidung nicht ersetzen, die Wohnung nicht angemessen warm halten, keine unerwarteten Ausgaben tätigen, sie weisen einen schlechten Gesundheitszustand auf, sind chronisch krank, leben in überbelegten, feuchten, schimmligen Wohnungen. (Quelle: www.armut.at)
B
Bankgeheimnis
Das Bankgeheimnis bedeutet im Wesentlichen die Pflicht eines Kreditinstituts zur Verschwiegenheit über kundenbezogene Tatsachen und Wertungen, die im Rahmen der Geschäftsverbindung zum Kunden bekannt geworden sind. Der Bank kommt das Recht zu, Auskünfte über ihre Kunden gegenüber jedermann zu verweigern. Ausnahmen sind nur durch spezialgesetzliche Regelungen (Aussage vor Gericht) erlaubt. Dadurch wird eine Geheimnissphäre geschaffen, die unerlässliche Voraussetzung für den Betrieb von Bankgeschäften ist. Das Bankgeheimnis schützt vor der unbefugten Einsichtnahme Dritter.
Bankleitzahl
Sie ist die „Adresse” deiner Bank, ähnlich der Postleitzahl. Sie wird für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs benötigt. (Quelle: Bundesverband dt. Banken - Das Geldbuch)
Bankomatkarte
Eine Bankomatkarte ermöglicht den direkten Zugriff auf das eigene Girokonto. Man kann damit in Geschäften bargeldlos bezahlen, Geld beim Bankomat beheben und Kontoauszüge drucken lassen. Für die Benützung der Bankomatkarte braucht man einen Code, der geheimgehalten werden sollte. Bei Verlust oder Diebstahl kann die Bankomatkarte gesperrt werden.
Bargeldloser Zahlungsverkehr
Der bargeldlose Zahlungsverkehr steht im Gegensatz zur Barzahlung (bei der man Bargeld in der Hand hat). Hier zahlt man „ohne Geld“, d. h. die Bezahlung erfolgt mit Bankomatkarte, mit Kreditkarte, über die Quickfunktion oder per Handy (Paybox).
Was einerseits sehr bequem ist, ist andererseits auch riskant, da man leicht den Überblick verliert. Ein Grund dafür ist, dass bei bargeldloser Bezahlung der Geldbetrag oft Wochen später abgebucht wird. Bei der elektronischen Bezahlung haben viele Menschen das Gefühl, weniger oder gar kein Geld auszugeben. Die Hemmschwelle etwas zu kaufen ist niedriger und der Bezug zum Geld geht verloren.
Barzahlung
Wenn jemand in bar bezahlt, so heißt das, dass er direkt mit seinem Geld bezahlt. Barzahlungen helfen dabei, den Überblick über die Ausgaben zu behalten. Irgendwann ist kein Geld mehr in der Geldtasche und dann kann auch nichts mehr gekauft werden. Wer im Geschäft mit der Bankomatkarte bezahlt, hat nicht bar bezahlt.
Bausparvertrag
Die so genannten Sparkassen bieten Sparverträge zu unterschiedlichen Konditionen an. Du profitierst von der damit verbundenen staatlichen Prämie, allerdings bist du für mindestens sechs Jahre an diesen Vertrag gebunden.
Bearbeitungsgebühr
Wie für Arbeitsleistungen einer Werkstatt verrechnen auch viele andere Unternehmen Gebühren für ihre Arbeit (Dienstleistungen). Diese so genannten Bearbeitungsgebühren werden bei Banken z. B. verrechnet, wenn man einen Kredit aufnimmt. Dieser Betrag kann eine vorher festgesetzte Summe sein oder ein bestimmter Prozentsatz der Kreditsumme. Wichtig ist abzuklären, was für Kosten hier auf dich zukommen.
Bonität
Vor Vergabe eines Kredites, wird der Kreditnehmer auf seine Bonität (= Kreditwürdigkeit) hin überprüft. Dafür werden derzeitige und zukünftige Einkommen, laufenden Ausgaben, verwertbares Vermögen, angebotene Sicherheiten, bestehende Schulden, frühere Zahlungsprobleme und der Sozialstatus herangezogen. Kreditwürdig ist eine Person dann, wenn man davon ausgehen kann, dass sie die vertraglichen Verpflichtungen aus einem Darlehen zuverlässig erfüllen kann und will. Hohe Bonität verringert das Ausfallsrisiko für den Kreditgeber.
Börse
Eine Börse ist ein organisierter Markt für vertretbare Sachen nach bestimmten Regeln. Gehandelt werden kann z. B. mit Wertpapieren, Devisen, bestimmten Waren (z. B. Metallen und anderen Rohstoffen) oder mit hiervon abgeleiteten Rechten. Die Feststellung der Kurse oder Preise der gehandelten Objekte richtet sich nach Angebot und Nachfrage.
Brutto
Der Begriff Brutto stammt aus dem Italienischen und kann mit „hässlich“ übersetzt werden. Im Zusammenhang mit Handel und Waren bedeutet es so viel wie: „mit Verpackung“ oder „vor Abzug der Kosten“.
Auch bei der Gehaltsauszahlung ist „Brutto“ ein wichtiger Begriff, denn beim Bruttogehalt sind noch keine Steuern oder Sozialabgaben abgezogen. Wenn diese Abgaben bereits abgezogen sind, spricht man vom Nettobetrag. Dieser (Netto-)Lohn wird schlussendlich auf das Konto des Lohnempfängers überwiesen.
Budget
Unter einem Budget versteht man eine Aufstellung von Einnahmen und Ausgaben innerhalb eines festgelegten Zeitraums (der kann in der Vergangenheit liegen, die aktuelle Situation betreffen oder als Plan für die Zukunft gedacht sein). Wer finanziell haushalten will, kann z. B. ein Haushaltsbuch führen. Hier werden alle Einnahmen (Lohn/Gehalt, Beihilfen, …) und alle Ausgaben (Miete, Strom, Heizkosten, Telefon, Rückzahlung usw.) eingetragen. So lässt sich auf einen Blick erkennen, wofür man wie viel Geld ausgibt und man kann auch einen Budgetplan für die kommenden Monate erstellen.
Bürgschaft
Eine Bürgschaft ist eine Sicherheit für einen Kredit. Wenn der Kreditnehmer nicht mehr bezahlen kann, so muss der Bürge einspringen. Dies nennt man eine Ausfallsbürgschaft.
Beispiel: Karl nimmt einen Kredit bei einer Bank auf und diese verlangt natürlich Sicherheiten für den Kredit. Karl fragt seine Freundin Sabine, ob sie eine Bürgschaft unterzeichnet. Wenn Sabine unterschreibt und Karl nun aus einem Grund seine Kreditraten nicht mehr bezahlen kann, so wendet sich die Bank an Sabine und diese muss den gesamten Kredit zurückbezahlen. Eine Bürgschaft erlischt erst, wenn der Kredit vollstänig bezahlt worden ist.
C
Cash
Cash ist das englische Wort für Bargeld, also Geldmünzen und Banknoten.
D
Dauerauftrag
Der Dauerauftrag ist ein Auftrag des Kontoinhabers an die Bank, auf ein anderes Konto einen Betrag gutzuschreiben. Dieses Verfahren wird für immer wiederkehrende Zahlungen mit gleichbleibendem Betrag (z. B. Miete, Versicherungsprämie, etc.) verwendet. Ist das Konto überzogen, ist das Geldinstitut nicht verpflichtet, den Auftrag durchzuführen, wobei dann beträchtliche Spesen verrechnet werden.
E
Effektiver Jahreszinssatz
Der effektive Jahreszinssatz wird in einem Kreditvertrag angegeben und bezeichnet die tatsächliche Verzinsung, das heißt, alle zusätzlichen Kosten sind dazugerechnet. Beim Nominalzinssatz ist dies nicht der Fall.
Exekution
Exekution ist das Fachwort für „gerichtliche Pfändung“. Dabei gibt es verschiedene Varianten. Wenn ein Schuldner seinen Forderungen nicht mehr nachkommen kann und der Gerichtsvollzieher nach Hause kommt, um Wertgegenstände zu pfänden (Fernseher, Auto, etc.), dann spricht man von einer Fahrnisexekution. Bei einer Lohnexekution hingegen wird ein bestimmter Teil des Einkommens gepfändet und man bekommt nur noch das Existenzminimum ausbezahlt.
Existenzminimum
Als Existenzminimum bezeichnet man die finanziellen Mittel, die zur Befriedigung der materiellen Bedürfnisse notwendig sind, um physisch (körperlich) zu überleben. Die sind vor allem Nahrung, Kleidung, Wohnung und eine medizinische Notfallversorgung. Im Falle einer Exekution ist es der Betrag, der nicht pfändbar ist und somit dem Schuldner bleiben muss.
DAS Existenzminimum, das für alle gültig ist, gibt es nicht. Derzeit (Stand 2009) beträgt der allgemeine Grundbetrag des Existenzminimums EUR 772,--. Dieser verändert sich mit der Einkommenshöhe und mit der Anzahl der Unterhaltspflichten (minderjährige Kinder, Gattin ohne Einkommen).
Hier: www.asb-gmbh.at/asb/equal/newssystem/schuldnerberatung01-formulare-listen-berechnungen.php können die pfändbaren Einkommensteile berechnet werden.
Export
Export ist die Bezeichnung für die Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen von Wirtschaftseinheiten an Kunden, die ihren (Wohn-)Sitz außerhalb des jeweiligen Landes haben.
EZB - Europäische Zentralbank
Die EZB wurde 1988 gegründet und hat ihren Sitz in Frankfurt. Sie ist für die Überwachung des Bankensystems und die Regulierung der Geldmenge in allen Ländern, die den Euro als Zahlungsmittel haben, zuständig.
F
G
Gesamtbelastung
Das ist die Summe der Leistungen, die ein Kreditinstitut im Zusammenhang mit einer Kreditgewährung vom Kunden verlangt. Dazu zählen die Rückzahlung des ausbezahlten Betrages und diverse Kosten wie Zinsen, Provisionen, Bearbeitungsgebühren, etc. Die Gesamtbelastung muss im Kreditvertrag aufscheinen. Sie ist jene Größe, mit der sich mehrere Kreditangebote am besten vergleichen lassen.
Geschäftsfähigkeit
Geschäftsfähigkeit ist die Fähigkeit, eigenständig rechtlich zu handeln, d. h. einerseits Pflichten einzugehen und andererseits Rechte zu erwerben. Volle Geschäftsfähigkeit erhalten Personen ab dem 18. Lebensjahr.
Hinweis: Kinder und Jugendliche sind nur eingeschränkt geschäftsfähig. Hier sind folgende Stufen zu unterscheiden:Kinder (0 – 7 Jahre) sind vollkommen geschäftsunfähig. Als Ausnahme gelten Geschäfte des täglichen Lebens (Kauf eines Kaugummis, einer Bahnkarte, etc.)
Unmündig Minderjährige (7 – 14 Jahre) können altersangepasst Geschäfte des täglichen Lebens tätigen (ähnlich wie bei Kindern).
Mündig Minderjährige (14 – 18 Jahre) können über Sachen, die ihnen zur freien Verfügung gestellt wurden, sowie über Einkommen aus eigenem Erwerb selbständig bestimmen, wenn dadurch ihr Lebensunterhalt nicht gefährdet wird.
Girokonto
Ein Girokonto dient der Abwicklung der täglichen Finanzgeschäfte. Beispiele: Wenn ich in einem Geschäft mit meiner Bankomatkarte bezahle, so wird das Geld von meinem Girokonto abgezogen. Andererseits wird mein Lohn oder das Taschengeld auf dieses Konto überwiesen. Zum Sparen ist das Girokonto allerdings nicht geeignet, weil die Zinsen nicht sehr hoch sind.
Gläubiger
Ein Gläubiger hat jemandem etwas verkauft oder geliehen und erwartet im Gegenzug, dass der Schuldner die Schuld (= Kaufpreis, Rückzahlung, Dienstleistung) erbringen wird. Man könnte auch sagen: Der Gläubiger glaubt daran, dass er z. B. sein Geld wieder zurück bekommt.
H
Haushaltsbuch
In einem Haushaltsbuch werden die Ausgaben und Einnahmen notiert. Durch das Aufschreiben behält man den Überblick über seine Finanzen und kann auch größere Ausgaben besser planen. Übrigens: Ein Haushaltsbuch muss kein wirkliches Buch sein. Du kannst auch ein Heft dafür nehmen oder ein online-Haushaltsbuch nutzen. Zum Online-Haushaltsbuch (erstellt von der Präventionsfachstelle Klartext Oberösterreich)
Hypothek
Als Sicherstellung eines Kredites kann ein Grundstück dienen. Das Grundstück dient also als Pfand für den Kredit. Das Pfandrecht an einem Grundstück nennt man Hypothek. Das bedeutet, dass der Eigentümer sein Grundstück nicht ohne weiteres veräußern kann. Er muss entweder den Kredit abdecken, damit die Hypothek wieder gelöscht wird, oder das schriftliche Einverständnis des Pfandgläubigers einholen.
I
IBAN (Internation Bank Account Number)
Die IBAN ist ein internationales System für Bankkontonummern. Sie wurde entwickelt, um die Zahlungsverkehrssysteme zu verbessern bzw. zu vereinheitlichen. Dadurch ist eine Automatisierung von Zahlungen möglich.
Import
Import bedeutet die Einfuhr von Waren und Dienstleistungen von Firmen, die ihren (Firmen-)Sitz außerhalb des jeweiligen Landes haben. Das Gegenteil von Import ist der Export.
Inkassobüro
Unternehmer und auch Privatpersonen haben die Möglichkeit ihre Forderungen mit Hilfe eines Inkassobüros einzutreiben. Inkassobüros senden Mahnungen, tätigen Anrufe, statten Hausbesuche ab oder kommen beim Arbeitgeber des Schuldners vorbei. Damit wollen sie Druck ausüben und feststellen, ob es pfändbare Gegenstände gibt, womit die offene Schuld beglichen werden kann. Für diese Tätigkeiten verrechnen Inkassobüros teilweise hohe Gebühren, welche vom Schuldner zu bezahlen sind.
WICHITG: Mitarbeiter der Inkassobüros müssen nicht in die Wohnung gelassen werden. Zudem ist man nicht verpflichtet, mit ihnen Ratenvereinbarungen oder Ähnliches abzuschließen.
Insolvenz
Insolvenz bedeutet Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung. Zahlungsunfähigkeit liegt vor, wenn der Schuldner fällige Schulden nicht binnen einer angemessenen Frist erfüllen kann.
Internetschopping
Über das Internet werden Waren gekauft. Dabei ist besonders darauf zu achten, dass persönliche Daten nur über gesicherte Seiten weitergegeben werden. Diese erkennt man daran, dass sie mit "https" beginnen.
J
Juristische Person
Das ist eine Personenvereinigung (Verein, GmbH, AG, Genossenschaft, etc.), die aufgrund gesetzlicher Anerkennung (= Eintragung bei einem bei Gericht geführten Register wie z. B. Firmenbuch oder Vereinsregister) Geschäfte tätigen darf.
K
Kaufkraft
Als Kaufkraft wird das verfügbare Einkommen bezeichnet, welches nach Abzug aller regelmäßig wiederkehrenden Zahlungsverpflichtungen (z. B. Wohnungsmiete, Kreditraten, Versicherungsprämien, etc.) vom Einkommen übrig bleibt.
Kaufsucht
Die Grenze zwischen einem „normalen” Frustkauf und der Kaufsucht liegt in dem immer wiederkehrenden Drang Dinge zu kaufen, die man nicht wirklich benötigt. Oft landen diese Sachen unausgepackt im überquellenden Schrank, oder kurze Zeit später im Container. Außerdem muss mit der Zeit immer mehr gekauft werden, damit das selbe gute Gefühl erreicht wird. Kaufsucht ist unauffällig, weil Kaufen gesellschaftlich akzeptiert ist. Aber als nichtstoffgebundene Sucht, ist sie mit anderen Suchtformen wie Alkohol-, oder Esssucht, durchaus vergleichbar. 80 % der Kaufsüchtigen sind Frauen. (Quelle: arbeitsblaetter.stangl-taller.at/SUCHT/Kaufsucht.shtml)
Kaution
Eine Kaution ist eine Sicherheitsleistung. Diese wird z. B. oft bei Mietwohnungen verlangt. Der Vermieter kann darauf zurückgreifen, wenn der Mieter die Miete nicht bezahlt oder Schäden in der Wohnung anrichtet. Wenn der Mieter auszieht und die Wohnung in einwandfreiem Zustand ist, dann bekommt er die Kaution wieder zurück.
Wenn ein Sträfling gegen Kaution frei kommt, so ist damit die „angemessene Sicherheit“ gemeint, gegen die ein wegen Fluchtgefahr erlassener Haftbefehl außer Vollzug gesetzt werden kann.
KEST - Kapitalertragssteuer
Das ist eine Form der Einkommenssteuer, die 25 % beträgt. Bei erhaltenen Sparbuchzinsen wird dieser Prozentsatz von der Bank wieder abgezogen und an das Finanzamt abgeführt.
Konditionen (auch Zahlungskonditionen)
Konditionen sind Bedingungen, nach denen eine Rechnung zu begleichen ist. Sie sind Bestandteil eines Kaufvertrags und werden vom Lieferanten und/oder vom Kunden festgelegt. Die Zahlungsbedingungen bestimmen den Zeitpunkt der Zahlung, die Verteilung der Kosten auf Verkäufer und Käufer sowie die Art der Zahlung. Zusätzlich können weitere Konditionen, z. B. Preisnachlässe bei vorzeitiger Zahlung (Skonto), Wertstellung (Valuta) usw. vereinbart werden.
König Midas
Die Geschichte von König Midas erzählt, wie sich dieser gierige König wünscht, dass alles was er berührt zu Gold wird. Anfangs freut ihn diese Gabe sehr, als er allerdings bemerkt, dass er nichts mehr essen oder trinken kann, findet die Freude ein jähes Ende.
Grundsätzlich sollten die Grundbedürfnisse (z.B. Essen, Trinken, Schlafen, Dach über dem Kopf, ...) immer vor den persönlichen Wünschen befriedigt werden. Das heißt konkret: Zuerst die Miete bezahlen und nur wenn Geld übrig bleibt noch in den Urlaub fahren.
Kontoauszug
Wer ein Konto besitzt, kann sich an einem speziellen Automaten mit einer Bankkarte einen Kontoauszug holen. Anhand eines Kontoauszuges kann man sich über die Vorgänge am Konto informieren, denn hier sind alle Zahlungseingänge und -ausgänge verzeichnet. Unklarheiten oder Fehlbuchungen werden so gleich erkannt und können bei der Bank nachgefragt bzw. beansprucht werden.
Kontoüberzug
Wenn ich mein Konto überzogen habe, dann bedeutet das, dass ich mehr Geld abgehoben habe, als auf dem Konto drauf war. Die Bank stellt mir dieses zusätzliche Geld zur Verfügung, allerdings muss ich es mit Zinsen zurückbezahlen. Wer sich daran gewöhnt, sein Konto zu überziehen, kann schnell Schuldenprobleme bekommen. Jugendkonten können in der Regel nicht überzogen werden.
Kredit
Einen Kredit kann ich z.B. bei einer Bank, einem Versandhaus und/oder einem Autohaus haben. Grundsätzlich bedeutet ein Kredit, dass ich mir Geld ausleihe und mich dazu verpflichte, dieses Geld in regelmäßigen Raten zurückzubezahlen. Dabei werden meistens auch Zinsen verrechnet, so dass ich schlussendlich mehr zurückbezahlen muss, als ich ausgeliehen habe. Bevor ich einen Kredit aufnehme, sollte ich mir überlegen, ob ich das Geld nicht auch ansparen kann.
Kreditkarte
Die Kreditkarte ist eine Karte zur Zahlung von Waren und Dienstleistungen. Sie ist weltweit einsetzbar, im täglichen Geschäfts- und Privatleben sowie bei Online-Geldtransaktionen. Der Name Kreditkarte entstand, weil Kreditkartenfirmen (z. B. VISA, MasterCard, American-Express) dem Karteninhaber bis zur Bezahlung der Rechnung (ca. nach vier Wochen) einen Kredit gewähren.
L
Leasing
Leasing ist eine Finanzierungsalternative. Das Wort stammt aus dem Englischen („to lease“), was so viel wie mieten oder pachten bedeutet. Hier wird ein Gegenstand (Immobilien, Auto, Kopierer etc.) vom Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen Zahlung eines vereinbarten Leasingentgelts zur Nutzung überlassen. Der Leasingnehmer zahlt Leasingraten, die die Kosten für die Herstellung, die Finanzierung, die Versicherung sowie einen Gewinnaufschlag umfassen.
Liquidität
Liquidität bedeutet die Fähigkeit, seine Verbindlichkeiten fristgerecht begleichen zu können. Liquidität ist also die Verfügbarkeit über genügend Zahlungsmittel, um pünktlich die Schulden zu bezahlen.
Lohnsteuer
Die Lohnsteuer ist eine besondere Erhebungsform der Einkommensteuer und wird für Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit (Arbeitslohn/Gehalt) abgezogen.
M
Mahnung
Unter Mahnung versteht man eine Zahlungserinnerung durch den Gläubiger. Spätestens nach Erhalt der ersten Mahnung ist die Zahlung sofort fällig, sofern die Leistung ordnungsgemäß erfüllt wurde. Eine Mahnung kann mündlich (auch telefonisch) oder schriftlich (mittels Brief, Fax, E-Mail) erfolgen. Es besteht keine Pflicht, dass ein Unternehmen eine Mahnung schicken muss. Es reicht eine Rechnung mit klarer Zahlungsaufforderung (z. B.: „zahlbar innerhalb von 10 Tagen“).
N
Naturalgeld
Als Naturalgeld bezeichnet man Gegenstände oder Lebewesen wie z.B. Salz, Muscheln, Vieh oder Getreide, die vor der Erfindung von Münzen und Scheinen als Tauschmittel eingesetzt wurden. (Quelle: Bundesverband dt. Banken - Das Geldbuch)
Natürliche Person
Jeder Mensch wird als natürliche Person bezeichnet. D. h. er ist automatisch mit seiner Geburt Rechtssubjekt und hat dadurch Rechte und Pflichten.
Netto
Der Begriff Netto kommt aus dem Italienischen und bedeutet „rein“, also ohne Verpackung bzw. ohne das Hinzurechnen von Kosten, Steuern oder Ähnlichem.
Das Nettogehalt ist der Betrag, der nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben übrig bleibt. Dieser Betrag wird auf das Konto überwiesen (Nettogehalt = Bruttogehalt − Steuern − Sozialabgaben).
Nominalzinssatz
Unter dem Nominalzinssatz wird die jährliche Verszinsung verstanden, allerdings sind zusätzliche Kosten nicht berücksichtigt. Deshalb ist der effektive Jahreszinssatz die „interessantere” Angabe in einem Kreditvertrag.
O
P
Prepaid-Karte
Eine Prepaid-Karte wird oft auch Wertkarte genannt und besagt, dass man bereits vor dem Gebrauch eines Geräts bezahlen muss. Bekannt sind hier zum Beispiel die Wertkartenhandys. Erst wenn mit einer Wertkarte das Handy aufgeladen wurde, kann es auch benutzt werden. Ist das aufgeladene Geld zu Ende, dann ist kein Telefonat mehr möglich.
Privatkonkurs
In der Fachsprache heißt der Privatkonkurs Schuldenregulierungsverfahren. Es ist ein gerichtliches Verfahren der Vermögensverwertung zahlungsunfähiger Privatschuldner zur gleichmäßigen Aufteilung des Vermögens auf alle Gläubiger. Ziel des Verfahrens ist es, dem Schuldner die Möglichkeit für einen wirtschaftlichen Neubeginn zu geben. Nähere Informationen dazu finden Sie unter: http://www.help.gv.at/Content.Node/83/Seite.830040.html
Q
Qualität
Wenn es mir darum geht, dass etwas gut sein soll, dann lege ich Wert auf die Qualität. Beispiele: Essen, das eine gute Qualität hat ist möglichst frisch, gesund und ohne Chemikalien hergestellt. Eine Ausbildung hat gute Qualität, wenn ich das Gefühl habe, dass ich etwas gelernt habe und die Inhalte für mein Leben oder meine Arbeit brauchen kann.
Oft wird die Quantiät als Gegenpol genannt.
Quantität
Bei der Quantität geht es immer um die Menge von etwas. Oft wird die Qualität als Gegenpol genannt.
R
S
Schulden
Schulden habe ich, wenn ich ausgeliehenes Geld noch nicht vollständig zurückbezahlt habe oder Waren und Dienstleistungen in Anspruch genommen habe und diese noch nicht zur Gänze bezahlt sind.
Beispiele: Eine Handyrechnung, die noch nicht bezahlt ist, Geld, das ich mir für die Jause ausgeliehen habe, ein Kredit, der noch nicht vollständig zurückbezahlt ist, ein Auto, das geleast ist.
Schuldenberatung
Die Schuldenberatung ist eine Institution für Menschen mit Schuldenproblemen. In Form von Beratung, Begleitung und Vertretung wird Hilfe in psycho-sozialer, finanzieller und rechtlicher Hinsicht angeboten. Die Schuldenberatung ist Teil der allgemeinen Sozialberatung. In Vorarlberg gibt es die IfS-Schuldenberatung in Bregenz, Feldkirch und Bludenz.
Schuldner
Als Schuldner bezeichnet man eine Person, die eine Gegenleistung infolge einer erhaltenen Leistung zu erbringen hat. Bei nicht fristgerechter Leistung versucht der Gläubiger normalerweise, die Gegenleistung (meist handelt es sich um eine Geldschuld) einzutreiben.
Second Hand
In einem Second Hand Shop werden Sachen verkauft, die vorher schon jemandem gehört haben und nun wieder weitergegeben werden. In diesen Geschäften kannst du viele Dinge wesentlich billiger bekommen als in regulären Shops.
Skonto
Unter Skonto versteht man einen Preisnachlass (meist 2 – 5 %) auf den Rechnungsbetrag bei Zahlung innerhalb einer bestimmten (kurzen) Frist oder bei Barzahlung.
Sparbuch
Wenn du dein Gespartes zu einer Bank bringst und ein Sparbuch eröffnest, erhältst du dafür Zinsen. Das bedeutet, das Geld vermehrt sich langsam aber sicher, weil die Bank etwas dazu bezahlt. Wenn du dein Sparbuch für eine gewisse Zeit binden lässt (= du kannst in dieser Zeit kein Geld abheben), dann erhältst du höhere Zinsen.
Stundung
Können Schulden nicht bei Fälligkeit bezahlt werden, sollte umgehend Kontakt mit dem Gläubiger aufgenommen werden. Es besteht in diesem Fall die Möglichkeit eine Stundung (= Zahlungsaufschub) zu vereinbaren, damit man nicht in Zahlungsverzug gerät. Das bedeutet, dass man für eine bestimmte Zeitspanne keine Raten und/oder Zinsen bezahlt. Voraussetzung für eine Stundung ist die Zustimmung des Gläubigers.
T
Taschengeldparagraf
Der Taschengeldparagraf besagt, dass auch Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren eigenständig Käufe abschließen dürfen, allerdings nur, wenn sie das Gekaufte mit ihrem frei verfügbaren Taschengeld ohne Probleme bezahlen können. Wenn dies nicht der Fall ist, dann können die Eltern den Kauf rückgängig machen.
U
Überschuldung
Davon spricht man, wenn es einem Schuldner nicht möglich ist, seine Schulden innerhalb eines bestimmten Zeitraums unter Einsatz des vorhandenen Vermögens und des freien Einkommens zu bezahlen, ohne dabei die eigene Grundversorgung zu gefährden.
Eine insolvenzrechtlich bedeutsame Überschuldung liegt vor, wenn die Zahlungsfähigkeit wahrscheinlich und das vorhandene Vermögen zur Bezahlung der Schulden im Falle vollständiger Verwertung unzureichend ist.
V
Valuta
Darunter versteht man im Bankgeschäft die Wertstellung eines Betrages. D. h., es gibt einen Unterschied zwischen dem Buchungsdatum (das ist das Datum an dem der Betrag auf dem Konto verbucht wird) und dem Valutadatum (das ist das Datum, an dem der Betrag tatsächlich verrechnet wird und somit behoben werden kann).
Normalerweise werden Gutschriften von den Banken einen Werktag nach Eingang valutiert. Wenn also die Gutschrift am Montag kommt, ist der Betrag mit Dienstag wertgestellt. Bei Wochenenden und Feiertagen ist Vorsicht geboten. Die Valuta ist auf dem Kontoauszug (meist unter „Wert“) sichtbar, wird aber in der Praxis vom Bankkunden selten beachtet. Immer wieder kommt es deswegen zu Reklamationen.
Verzugszinsen
Verzugszinsen entstehen, wenn der Käufer eine fällige Forderung nicht begleicht. Die Verzugszinsen sind zusätzlich zu bezahlen. Die Höhe ist in der Regel den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu entnehmen.
W
Werbung
Werbung ist ein unternehmerisches Verkaufsinstrument, das die Menschen dazu bringen will, das angepriesene Produkt zu kaufen. Zum Teil werden auch Versprechen gemacht, die das Produkt nicht halten kann.
Oft wird vorgegeben, dass Werbung die KonsumentInnen nur informieren will, doch das stimmt nicht.
Widerrufs- und Rückgaberecht
Dieses Recht besagt, dass man Waren, die per Telefon, Brief, Fax oder Internet bestellt wurden, innerhalb von zwei Wochen zurückgeben kann. Dies gilt allerdings nur bei Firmen, die ihren Standort in der EU haben. Achtung: Zeitschriften, Software, Audio- und Videoprodukte dürfen nur zurückgegeben werden, wenn die Verpackung noch nicht geöffnet wurde. Bei speziellen Fragen solltest du dich an den Konsumentenschutz der Arbeiterkammer wenden. (Quelle: Bundesverband dt. Banken - Das Geldbuch)
X
Y
Ying-Yang
Im Orient gibt es das so genannte Ying-Yang-Prinzip, das besagt, dass alle Kräfte miteinander im Einklang sein sollen. Das selbe gilt auch für deine Finanzen. Idealerweise sind deine Einnahmen und deine Ausgaben aufeinander abgestimmt.
Z
Zinsen
Es ist zwischen Soll- und Habenzinsen zu unterscheiden. Sollzinsen (z. B. Kreditzinsen) werden von der Bank bei Überziehung des Kontos verrechnet. Habenzinsen werden von der Bank an den Kunden für sein Guthaben bezahlt. Grundsätzlich sind die Sollzinsen höher als die Habenzinsen.