Ein Haushaltsbuch - das ist nur etwas für Großfamilien!

Die 18jährige Julia hat einen Termin bei der IfS-Schuldenberatung. Beim ersten Gespräch erzählt sie, dass sie noch keine großen Schulden hat. Das Gehaltskonto sei ein bisschen überzogen. Eine Internetbestellung noch nicht bezahlt. Die Handyrechnung der letzten zwei Monate noch offen und bei ein paar Freunden stehe sie mit einigen hundert Euro in der Kreide. Sie glaubt, dass sie im Moment noch alles im Griff hat; und trotzdem plagt sie ein ungutes Gefühl deswegen. Da sie außerdem im nächsten Jahr ein Auto kaufen möchte und auch nicht mehr ewig zu Hause bei den Eltern wohnen will, muss etwas geschehen. Ihre größte Frage ist aber: Was? Und vor allem Wie?

So wie Julia geht es vielen Menschen. Sie haben ein Einkommen, mit dem sie ganz gut leben könnten. Sie geben ihr Geld für alle möglichen Sachen aus, haben das Gefühl, sich vieles leisten zu können und tun dies auch. Und gegen Monatsende merken sie, dass noch so viel Monat am Ende des Geldes ist.

Um hier gegenzusteuern hilft in vielen Fällen ein ganz einfacher Trick: Die Führung eines Haushaltsbuches. Die IfS-Schuldenberatung kennt viele Menschen, die dies tun und gute Erfahrungen damit machen. Nicht nur Großfamilien tun es, auch Paare ohne oder mit wenigen Kindern. Und natürlich auch Singles. Ein Haushaltsbuch hilft mir, meinen Umgang mit Geld zu schärfen. Ich bin am Abend nicht mehr hilflos überfordert wohin das ganze Geld aus meiner Geldtasche gewandert ist, das ich am Morgen noch drinnen hatte. Auch ein Blick auf den Kontoauszug muss mich nicht mehr erschrecken, weil ich genau weiß, was ich alles bezahlt und was ich mir geleistet habe.

Um ein Haushaltsbuch zu führen, brauche ich nur drei Dinge:

  • Ein Haushaltsbuch, das die IfS-Schuldenberatung gerne zur Verfügung stellt (in Zeiten des PC tut es auch eine Excel-Tabelle, in die man die Vorlage einbauen kann).
  • Ein bisschen Disziplin, um in jedem Geschäft, Lokal, bei jedem Kauf und immer wenn ich Geld ausgebe den Kassazettel oder die Rechnung zu verlangen.
  • Jeden Abend ca. fünf Minuten Zeit, um die Ausgaben ins Haushaltsbuch einzutragen. Tägliches Eintragen hilft der Erinnerung und kann im Handumdrehen erledigt werden.

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